" Mia san so frei und demonstrieren"

 

Unsere Gemeinde lebt auch vom Tourismus

Wir sagen „ja“ zum Tourismus, aber er muss verträglich für Mensch und Natur sein. Da jetzt schon an vielen Tagen die Kapazitätsgrenzen unserer Region überschritten sind fordern wir keine Werbung für die Hauptsaison mehr und somit keinen weiteren Wachstum der Tourismuszahlen.

Desweiteren muss das Walchenseekonzept umgesetzt werden und es dürfen keine neuen Parkflächen auf der grünen Wiese entstehen.

Im November 2019 hat Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger und die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Inselkammer, 19 Bayerische Betriebe mit der Zertifizierung Service-Qualität Deutschland geehrt. Unter ihnen sind auch die Tourist – Information Walchensee und Kochel a. See. Die Initiative setzt bei den Serviceprozessen an. Laut Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättengewerbes signalisiert die Auszeichnung, dass der Kunde an erster Stelle steht.

An dieser Stelle gratulieren wir dem Team der touristischen Abteilung für diese hohe Auszeichnung in Sachen Gästebetreuung.

In einer Rathaus Mitteilung steht: „Wir überlassen Qualität nicht dem Zufall. Unsere Mitarbeiter arbeiten gemeinsam für erstklassigen Service. Da die Auszeichnung bereits zum dritten Mal erfolgreich durchgeführt wurde, haben wir uns vor sechs Jahren das Ziel gesetzt neue Qualitätsstandards zu definieren“, sagte der Bürgermeister.

Ganz anders sieht es bei der Produktqualität des Tourismus in Verbindung mit öffentlichen Toiletten aus. Bislang sind in der Vermietersaison in Walchensee drei Dixi-Klos aufgestellt. Zwei in der Nähe des Wikingerdorfes „Flake“ und eines am süd-/westlichen Ortsausgang. In diesem Sommer, also in der Hauptreisezeit, gab es massive Beschwerden wegen zugemüllter und verstopfter Mobil-Toiletten. Diese Dixie-Klos sind mittlerweile abgebaut und entfernt worden.

Derzeit steht für die Gäste nur eine öffentliche, nicht behindertengerechte Toilette zur Verfügung. Sie kann nur während der Öffnungszeiten der Tourist Info in Walchensee, also nicht an Sams- und Sonntagen, benutzt werden.

Bei der aller ersten Demo in Walchensee nutzten mehr als die Hälfte der Einwohner im Alter von 0-75 Jahren die Möglichkeit öffentlich Stellung zu beziehen und Ihrem Unmut Luft zumachen. Dieser Unmut richtet sich nicht gegen den Tourismus sondern gegen das rücksichtslose Verhalten Einzelner und die immer größer werdende Belastung des Massentourismus.Die Demonstration deckte nicht nur die Unzufriedenheit der Bürger und Bürgerinnen, sondern ganz offensichtlich die Schwächen unserer derzeitigen politischen Handlungsweisen auf. Probleme werden zerredet und hinausgezögert.

Zugeparkte Einfahrten, Stau auf der Straße, Müll der achtlos und ungeahndet im Landschaftsschutzgebiet entsorgt wird, der Wald der als Toilette dient, dies alles wollen die Anwohner nicht mehr länger hinnehmen. 

An dieser Stelle möchten wir kurz klarstellen, dass wir nie die Arbeit oder Personen die ehrenamtlich in Vereinen wie z.B. Verkehrsverein oder Feuerwehr tätig sind angreifen wollten.

Die Demonstration war ein neuer Weg um auf bekannte Probleme hinzuweisen und diesen auch mit Hilfe der Medien Nachdruck

zu verleihen.

Durch das organisieren der Demonstration haben wir gezeigt, dass wir uns und was bewegen und die öffentliche Diskussion suchen.